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Schamanismus: Hilfe aus einer anderen Welt


Vielen Menschen fällt zum Begriff Schamanismus folgendes Bild ein. Ein seltsam gekleideter Angehöriger eines Naturvolkes tanzt um ein Feuer, trommelt oder windet sich mit Schaum vorm Mund in Ekstase. Er ruft mit einem schwarzen Hahn oder mit Rauch die guten Geister zu Hilfe oder macht sich daran, böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Ohne Zweifel ist das Schamanismus, aber es ist nur ein ganz kleiner Teil davon.

Schamanismus ist das älteste Heilungssystem der Welt. Schamanen gab es lange vor den Ärzten und ihre Kunst ist viel umfassender als dieses ärztliche Wissen. Schamanismus ist auch der uralte Erfahrungsschatz vieler Generationen und Menschen, die Kräfte der Natur, aber auch den Raum zwischen den Dingen wahrzunehmen und zu lenken. Für einen Schamanen ist die menschliche Existenz nur ein Teil eines umfassenden Ganzen und ihm ist die Macht gegeben, sozusagen zwischen den Welten

Schamanismus

Rituale im Schamanismus

zu wandern, die sich auf unterschiedlichen Ebenen und Energiefrequenzen befinden.

Schamanismus bedeutet die Möglichkeit, diese Energien anzuzapfen, zum Nutzen der Menschen auf der ganzen Welt. Und deshalb gibt es den Schamanismus eben nicht nur bei den Naturvölkern, sondern auch einen modernen Schamanismus in einer aufgeklärten Welt.

Der moderne Schamanismus


Der Schamane hat es nicht leicht in einer Zeit, in der wir glauben, dass wir einfach schon alles wissen. In einer Welt, in der viele Menschen den Schamanismus als folkloristischen Hokuspokus, als Scharlatanerie oder Form einer Geisteskrankheit abtun und ihre Rituale und Techniken verspotten. Außerdem hat der moderne Schamanismus aber auch noch mit einer zweiten Schwierigkeit zu kämpfen. Wo findet ein zum Schamanismus Berufener seinen schamanischen Lehrer und Mentor?
Nur sehr wenige begegnen (zufällig!) dem weisen Indianer, Nepalesen oder Afrikaner, der sie an ihrer alten Schamanismus Weisheit teilhaben lässt.

Die meisten müssen ihre verborgene schamanische Kraft selbst entdecken und ausprägen. Und sie müssen auch eigene Ausdrucksformen für ihren Schamanismus finden, weil die alten Rituale der Naturvölker moderne westlich geprägte Menschen eher erschrecken und abstoßen als beeindrucken würden. Natürlich gibt es auch ein paar moderne Schamanen, die in der Natur leben und bei Vollmond auf der Lichtung tanzen und trommeln. Aber die meisten von ihnen arbeiten eher als Heilpraktiker und Psychologen für die Gemeinschaft. Die Schamanen geben Seminare, schreiben Ratgeber-Bücher und sind im Internet vertreten.

Aber auch im modernen Schamanismus werden schamanische Rituale durchgeführt und körperliche und seelische Krankheiten geheilt. Im Schamanismus wird die Seele Verstorbener begleitet, werden ihre Angehörigen beraten und Räume und Gegenstände gereinigt und gesegnet. Genauso werden in diesen Kulturen die Techniken der schamanischen Reise (mit diesem Begriff ist eine Art Trance für tiefere Bewusstseins-Schichten gemeint) gelehrt und Kraft- und Schutzgegenstände angefertigt.

Schamanismus im Alltag: Eine wahre Geschichte


Die hier erzählte Geschichte ist kürzlich einer Dame, nennen wir sie Frau Y, wirklich passiert. Was sie uns sagen will??? Frau Y ist auf einer Äthiopien-Rundreise. Als die junge Frau ein Boot besteigen will, tritt sie mit dem Fuß in ein Loch im Bootsboden. Es knackst hörbar, dann wird sie vor Schmerz ohnmächtig. Als sie zu sich kommt, ist der Knöchel auf um das Doppelte angeschwollen und schmerzt bei der geringsten Bewegung höllisch. Frau Y ist verzweifelt. Ist der Knöchel gebrochen? Muss sie in diesem armen

Schamanismus

Traumfänger aus dem Schamanismus

Land in ein Krankenhaus gebracht werden? Auf die Beine wird sie sobald nicht wieder kommen.

Schon die Rückfahrt ins Hotel wird eine Tortur. Der stundenlang auf staubigen Schotterstraßen schaukelnde Bus, die wahnsinnigen Schmerzen. „Hast Du etwas dagegen, wenn ich einen Schamanen kommen lasse?“, diese Frage des einheimischen Reiseleiters überrascht Frau Y vollkommen. Sie glaubt nicht an Schamanismus, aber sie hat auch keine Kraft, sich zu widersetzen.

Schamanismus: Der Kontakt mit einem Schamanen


Als sie mit ihrer Reisegruppe in der Hotellobby sitzt, kommt ein Mann durch die Tür. Er ist alt, trägt ein bodenlanges wallendes weißes Gewand und eine weiße Kappe. Sein Bart ist grau. Er sieht würdig, weise und gütig aus und Frau Y ist sofort klar: Das ist der Schamane. Genau so wie sie ihn erkennt, erkennt auch der Schamane sie sofort, obwohl sie mitten unter mehreren anderen weiblichen Hotelgästen sitzt und eine lange weite Hose ihren kranken Fuß verhüllt. Der Schamane geht zu ihr, hockt sich vor ihr hin und untersucht den kranken Knöchel vorsichtig. Er zieht ein wenig, drückt ein wenig und hält ihn mehrere Minuten ruhig fest, während er Frau Y. tief in die Augen sieht. Dann sagt der Schamane ihr, sie solle aufstehen und umhergehen.

Und wirklich, der Fuß tut zwar noch weh, aber sie kann damit laufen. Es sei nichts gebrochen gewesen, er habe nur zwei getrennte Verbindungen gekittet, übersetzt der Reiseleiter die gemurmelte Erklärung des Schamanen. Frau Y. ist perplex. Aber sie befolgt den letzten Rat, den ihr der Schamane noch gibt. Nämlich den Fuß straff zu wickeln und den Verband für den Rest der Reise dran zu lassen. Und wirklich kann sie am nächsten Tag problemlos die Rundreise fortsetzen und das Abenteuer Äthiopien genießen. Was auch immer es war, für sie war dieser Kontakt mit dem Schamanen ein Wunder, eine Erfahrung, die sie Zeit ihrs Lebens nicht mehr vergessen wird und die ihre Seele zutiefst berührt hat.

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