Heute schon einen Blick in die Zukunft erhascht?
 
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Ein Mädchen muss nach einer Feder über drei Zäune springen. (Unbekannt)

Weiße Feder

Die weiße Feder...

Heute bin ich glücklich. Doch das war nicht immer so. Noch vor einem Jahrzehnt war ich am Ende meiner Weisheit. Verzweiflung und Angst hatte ich damals bereits hinter mir gelassen. An meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt, fühlte ich mich innerlich nichts als leer. Ich möchte nicht ausführlich auf die Einzelheiten meiner wie ich damals fand, unüberwindbaren Probleme eingehen. Ich stelle meine Schwierigkeiten im Leben nicht über die anderer. Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch in seinem Leben an Grenzen stößt.

Meine Grenzen empfand ich damals als absolut niederschmetternd. Ich war jung und nicht darauf vorbereitet in einer Phase der Orientierung so tief zu fallen. Als ich die Unterstützung meiner Eltern am meisten brauchte, zerbrach meine Familie an der Alkoholsucht meiner Mutter. Während ich eine nahezu perfekte Kindheit hatte, sah ich mich plötzlich mit einer Situation konfrontiert, die mich physisch und mental restlos überforderte.

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Meine Welt brökelte in sich zusammen...

Vor meinen Augen schien meine vollkommene Familie und meine ganze Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen. Da ich keine Geschwister habe, fühlte ich mich allein und im Stich gelassen. Das Verhältnis zu meinen Eltern verschlechterte sich zusehends. Ich verlor darüber meine erste Liebe, was mich noch tiefer in ein verschlingendes schwarzes Loch katapultierte.

Ich hatte gerade erst angefangen zu studieren und geriert auch in der Uni ins Straucheln. Ich schrie nach Hilfe, doch alles, was ich versuchte hatte keinerlei Wirkung. In den unzähligen Therapiesitzungen hatte ich zwar die Gelegenheit über alles zu sprechen, das mich belastete, aber ich fand einfach keine Lösung.

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Ich fand meine weiße Feder

Meine weiße Feder – Mein Wegweiser...

Als ich wieder einmal nach einer aussichtlosen Therapiestunde durch die Straßen lief – auf der Suche nach Antworten, auf der Suche nach den richtigen Fragen – starrte ich plötzlich auf eine weiße Feder. Sie lag einfach so da. Auf dem Asphalt. In diesem Moment war sie das Schönste, das ich je gesehen hatte. Sie war perfekt und es schien so als hätte sie nur auf mich gewartet. Ich wusste nicht genau wo ich war und was um mich herum geschah, als ich die Feder aufhob. Ich hatte nur dieses wärmende Gefühl in mir, dass ich genau dort war, wo ich sein sollte. Die ganze Schwärze, die meine Gedanken befallen hatte, wich einem hellen Schimmer – Es war Hoffnung.

Ich hatte schon oft von den unterschiedlichen historischen Bedeutungen weißer Federn gelesen. Ich wusste, dass sie schon immer ein Sinnbild des Friedens waren. Und auch ich fand mit meiner weißen Feder inneren und meinen ganz eigenen Frieden.

Als ich diese weiße Feder fand, wusste ich, dass dies ein Zeichen war. Ein Zeichen, dass ich mein Schicksal endlich selbst in die Hand nehmen sollte. Ich war genauso frei und leicht wie diese weiße Feder. Und genau so leicht wie sie durch die Lüfte schwebt, die sie an fremde und wunderbare Orte bringen, konnte auch ich zu einem besseren Ort schweben.

In meinem Kopf und meinen Gedanken tat ich das bereits. Ich schwebte einfach von all den Hindernissen davon. In der Realität war dies natürlich nicht so leicht zu bewerkstelligen, doch ich suchte und fand immer wieder Wege, die mich letztendlich zu einem glücklicheren Ich finden ließen.

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Weiße Feder – Wie ein Engel in meiner dunkelsten Zeit 

Ich nahm mein Studium wieder ernst, beantragte ein Auslandssemester und ging in den Süden. Meine Eltern zurückzulassen war das Schwerste, das ich je tun musste, aber es war einfach das Richtige. In meiner neuen Wahlheimat musste ich mir zwar alles selbst erarbeiten, doch ich war nie zufriedener. Ich begann zu wandern und fing an eine spirituelle Verbindung zur Natur und zu allem um mich herum zu spüren.

Ich spreche nie darüber, weil mir bewusst ist wie schwer es für andere Menschen nachzuvollziehen sein muss – Aber die weiße Feder, die ich damals fand… die weiße Feder, die nur für mich dort lag und mich seither begleitet… das war meine Erleuchtung. Mein spirituelles Aufleben. Mein göttliches Zeichen. Mein Engel.

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