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Geschichte der Esoterik

Esoterik

Der Begriff Esoterik kommt aus dem griechischen und bedeutet „innerlich“ oder „dem inneren Bereich zugehörig“.

Die Geschichte der Esoterik ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Allerdings begründet sich die heutige Vorstellung davon im 18. Jahrhundert, vor allem durch die Schriften Lavoisiers. Elektrizität und Magnetismus waren wichtige Themen dieser Zeit und fanden auch ihren Einzug in die Esoterik. Mesmer, ein schwäbischer Arzt, entwickelte eine Heilmethode, die sich darauf begründete, dass zu mehreren um ein magnetisches Gerät gesessen wurde und dabei versucht wurde in Trance oder Ekstase zu geraten. Möglicherweise handelt es bei dieser Praxis um eine Vorform der späteren esoterischen Séancen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden dann Personen in einen „magnetischen Schlaf“ gebracht, um sie in diesem Zustand über die übersinnliche Welt zu befragen. Daraus entwickelten sich in der Folgezeit die Praktiken des Spiritismus.

Als Gegenströmung zum Materialismus und der Wissenschaftsgläubigkeit des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Okkultismus. 1875 erfolgte mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft (TG) in New York ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der modernen Esoterik. Ziele der TG waren es ungeklärte Naturgesetze und im Menschen verborgene Kräfte zu erforschen und eine Synthese zwischen Religion, Philosophie und moderner Naturwissenschaft zu fördern. Die wichtigste Person in der TG war Frau Blavatsky, ein bekanntes Medium. Im folgenden entstanden viele weitere spirituelle und esoterische Gemeinschaften, wie zum Beispiel der Hermetic Order of the Golden Dawn oder der Ordo Templi Orientis. In Deutschland entwickelte Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts eine eigene christlich-mystische Lehre, welche später als Anthroposophie bekannt wurde.

Im 20. Jahrhundert war die Astrologie der populärste Zweig der Esoterik. Damit wurde das Grundbedürfnis des Menschen bedient mit Hilfe des Prinzips der Entstehung wieder eine Einheit zwischen Mensch und Universum herzustellen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die populäre New Age Bewegung durch den Einfluss Carl Gustav Jungs. Jung war es auch der die Theorie des kollektiven Unbewussten entwickelte. Die Überzeugung von der Existenz anderer Welten und der Möglichkeit mit diesen zu kommunizieren findet sich in modernen esoterischen Strömungen wie dem Neo-Schamanismus, der Hexenbewegung und dem Neopaganismus wieder. Heutzutage ist ein weiteres zentrales Thema der Esoterik die ganzheitliche Vorstellung von Natur und Mensch.

Wahrsagen in der Esoterik

Unter dem Begriff des Wahrsagens werden alle Methoden zusammengefasst, die dazu dienen zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Wahrsager behaupten ein dem Uneingeweihten verborgenes Wissen zu besitzen, welches ihnen die Vorhersage der Zukunft ermöglicht. Die Art und Weise variiert dabei. Einige Wahrsager behaupten das „Zweite Gesicht“ zu besitzen, d.h. intuitiv in die Zukunft blicken zu können. Andere interpretieren beim Wahrsagen Symbole oder Zeichen und leiten daraus Aussagen für die Zukunft ab. Dabei können Sternkonstellationen genauso gedeutet werden wie ungewöhnliche Wetterphänomene oder die Linien der Handfläche der menschlichen Hand. Auch Würfelergebnisse oder das Kartenlegen dienen als Grundlage zum Wahrsagen.

Allen verschiedenen Formen des Wahrsagens liegt aber die Vorstellung von einer einheitlichen Struktur des Kosmos zugrunde. Beim Wahrsagen wird davon ausgegangen, dass zwischen räumlich und zeitlich getrennten Bereichen, erkennbare – wenn auch verborgene – Zusammenhänge bestehen.

Das Erkennen dieser Zusammenhänge soll das Wahrsagen zukünftiger Ereignisse ermöglichen. Beim wahrsagen wird die Zukunft meist nicht als schicksalhaft feststehend interpretiert, sondern es ist möglich zukünftiges Unheil durch entsprechende Taten noch abzuwenden. Die anhaltende Faszination des Wahrsagens ist psychologisch erklärbar. Dabei ist die Hauptbedeutung keineswegs Wissen über die Zukunft zu erfahren, sondern die Beziehung zwischen Wahrsager und Ratsuchendem in ihrer sozialen Funktion. Letztendlich wird in unruhigen und konfliktreichen Zeiten einfach nur ein tröstender menschlicher Kontakt gesucht.

Eine Wahrsagung, welche hilft, erleichtert, beruhigt oder zum Handeln ermuntert, kann dabei eine ähnliche Wirkung haben wie eine Therapie beim Psychologen.

Kartenlegen in der Esoterik

Kartenlegen in der Esoterik

Hellsehen und Kartenlegen sind in der Esoterik als Techniken des Wahrsagens bekannt. 

Das Kartenlegen ist auch unter den Bezeichnungen Kartomantie oder Chartomantik bekannt und eine der heutzutage bekanntesten Wahrsagetechniken. Als Karten können dabei gewöhnliche Spielkarten, aber auch spezielle Tarot-, Engels- oder Lenormandkarten verwendet werden. Obwohl wissenschaftlich betrachtet eine Voraussage der Zukunft aus der Lage von Karten natürlich nicht möglich ist, liefert die Kombination aus dem was der Fragende preisgibt und dem psychologischen Geschick des Wahrsagers oft erstaunliche Ergebnisse. Das Kartenlegen ist eine sehr alte Technik und war schon im 7. Jahrhundert in China bekannt.

In Europa kennt man das Kartenlegen ab dem 15. Jahrhundert. Populär wurde das Kartenlegen dann erst richtig ab dem 18. Jahrhundert. Kartenlegen funktioniert immer so, dass zunächst mit Hilfe der Karten die gegenwärtige Lebenssituation des Fragenden analysiert wird und von da aus zu Erkenntnissen über die Zukunft gelangt wird. Ein fähiger Kartenleger erkennt mögliche Zukunftsprognosen schon aus der gegenwärtigen Lebenssituation und kann daraus seine Prognose entwickeln. Dabei sind die Bedeutungen der einzelnen Karten beim Kartenlegen meist vorgegeben.

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