Heute schon einen Blick in die Zukunft erhascht?
 
02421-3884525

Eingeschlichene Monotonie

Ein Seitensprung stellt immer ein Wagnis dar und ist aus diesem Grund gleichzeitig reizvoll und gefährlich. Insbesondere dann, wenn in einer langjährigen Partnerschaft Monotonie Einzug gehalten hat, erwacht das durchaus menschliche Verlangen nach etwas völlig Unbekanntem. Zwar scheint die Beziehung zu funktionieren, jedoch hat sich eine schleppende Routine eingeschlichen. Die Gewohnheit hat die anfängliche Verliebtheitsphase ersetzt. Wenn die Beziehung aber nicht mehr bewusst gepflegt wird, kommt es eines Tages zu einem ganz natürlichen Mangel an Schmetterlingen im Bauch. Wo zwei Partner sich gegenseitig voll und ganz erfüllt haben, steigt nun die Sehnsucht nach etwas Neuem auf. Die Sexualität ist in den Hintergrund getreten und spielt mitunter gar keine Rolle mehr. Das Paradoxe daran ist, dass die sexuelle Neugier, die in den Jahren verkümmert ist, kein Recht hat, sich an anderer Stelle neu zu erleben. Obwohl genau dies der Schlüssel sein könnte die eigene Partnerschaft wieder zu bereichern.

Menschliche Bedürfnisse

Suche nach Besttigung

Suche nach Bestätigung


Männer haben das Bedürfnis nach Bestätigung, die sie von ihrer Partnerin nicht mehr erhalten und suchen sie in einer Affäre oder einmaligen „Bettbekanntschaft“. Sie wollen wieder attraktiv und begehrt sein, so wie es früher am Anfang ihrer Beziehung war. Auch Frauen suchen diesen „Kick“, wenn es in der Partnerschaft zu monoton geworden ist. Es beginnt mit Gedanken und Fantasien, die nicht mehr nur den Partner betreffen, sondern bei einem anderen Menschen. Verbunden mit dem Wunsch wieder dieses „Prickeln“ aus der Anfangszeit zu spüren. Meist versucht einer der Partner vorher die eigene Beziehung wieder aufleben zu lassen und gibt sich besondere Mühe. Wenn der andere aber nicht darauf eingeht oder es gar nicht bemerkt, folgt Enttäuschung und der Wunsch nach einem Ausbruch. Der Partner fühlt sich mit seinen Wünschen allein gelassen und sehnt sich nach Erfüllung außerhalb der Beziehung.

Das selbst geschaffene Damoklesschwert

Im Grunde hängt der potenzielle Seitensprung als Damoklesschwert über jeder Partnerschaft, die aus Verlustängsten und Besitzansprüchen besteht. Diese latente Bedrohung führt irgendwann dazu, dass sie sich manifestiert. Es ist dann eigentlich nur das eingetroffen, was als warnende Prophezeiung von Anfang an über der Beziehung gelegen hat. Ständige Angst schürt das Feuer, das sich zu gegebener Zeit selbst entfacht. Mit anderen Worten: Fremdgehen ist eigentlich nichts anderes, als etwas Neues in die Beziehung zu tragen – nämlich Spannung und Aufregung – ein Jungbrunnen für jede Partnerschaft. Doch es bleibt der Beigeschmack von Verrat, obwohl es sich gut anfühlt und der Partner gar nicht die Absicht hat, die vorhandene Beziehung zu zerstören. So lange nicht offen darüber gesprochen wird, bleibt es ein heimlicher Betrug. Und der Grund dafür war lediglich die Sehnsucht nach einer Bewegung und Veränderung der festgefahrenen Monotonie, die sich im Laufe der Zeit in die Beziehung eingeschlichen hat. Letztendlich geschieht ein Seitensprung nur aus dem Verlangen nach etwas Neuem und Unbekanntem. 

Fremdgehen aus spiritueller Sicht

Fremdgehen spirituell betrachtet

In der Spiritualität ist Monogamie kein Muss...

Spirituell gesehen könnte das Wort Fremdgehen umgetauft werden in „Bekannt“ oder „Vertraut". Die sexuelle Energie ist sehr kraftvoll und wenn sich zwei Menschen intim begegnen, so hat das mit körperlicher und seelischer Anziehung zu tun. Die Gründe eines Seitensprungs für spirituell aufgeschlossene Paare sind Bereicherung und Erweiterung der Selbsterfahrung als kosmisches Wesen. Für jemanden, der in einer spirituellen Beziehung lebt, muss nicht gleich der Notstand ausbrechen, wenn mal „bekannt“ gegangen wird. Denn es gibt noch eine andere Sichtweise, die den tabuisierten "Treuebruch" transparent macht: die Freude daran seine Liebe, die nicht nur an einen Partner gebunden ist, mit jemand Drittem zu teilen. Die einst Stress verursachende Geheimniskrämerei hört auf und wird zu einer offenen Bereicherung. Denn alles geschieht in Freude. Liebe ist aus spiritueller Sicht frei, verströmend und heilend, wenn sie nicht degradiert wird.

Das könnte Sie vielleicht auch interessieren

Details zum Dokument
Details zum Thema