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Wirkt meine Liebe wirklich erdrückend?

„Ich fühle mich von Liebe erdrückt“ – Eine Aussage, die in Beratungen oft zur Sprache kommt. Dabei sind es meist die Ratsuchenden selbst, die ihre Partner in Liebe erdrücken. Zu spät erkennen sie, dass die schwerwiegenden Gefühle eine zu hohe Last für die Beziehung darstellen.
 
Das ausgewogene Maß an Liebe, das beiden Partnern gut tut, ist der Schlüssel zu einem harmonischen Miteinander. Emotionen hängen mit dem Charakter eines Menschen zusammen. Sie lieben auf unterschiedliche Weise. Während die einen ihre Gefühle überschwänglich zeigen, drücken andere ihre Zuneigung in subtilen Gesten aus. Solange der Partner die wie auch immer geartete Liebe empfangen kann statt sich vor ihr zu verschließen, wird die Beziehung funktionieren.


Liebe – Ein Urinstinkt des Menschen
 

Erzwungene Gefühle bedeuten keine wahre Liebe. Niemand ist imstande den Menschen zu besitzen, den er liebt. Zu lieben heißt Freiräume zu gewähren und loslassen zu können. Echte Liebe ist uneigennützig, sie verfolgt keinen Zweck und sollte nicht mit Abhängigkeit verwechselt werden. Menschliche Bedürfnisse sind heutzutage auf einem sehr individuellen Niveau. Was früher als selbstverständlich galt und hingenommen wurde, wird heutzutage in Frage gestellt. In meinen Beratungen höre ich oft, dass Ratsuchende unbewusst Druck aufbauen und um ihre Beziehung kämpfen – aus Angst vor Verlust.
 
Ängste führen zu klammerndem Verhalten und sind zudem in der Regel unbegründet. Hat sich der Wunsch einer Trennung bei einem der Partner manifestiert, ist das Beziehungsende ohnehin unausweichlich. Dann solltest du dich nicht krampfhaft an der Partnerschaft festhalten – Der oder die Richtige wartet und wird sogar in der Lage sein deine Sorgen und Ängste zu nehmen.


Emotionale Abhängigkeit – Ist das Liebe?
 


Alleine sein ist für emotional Abhängige die Konfrontation mit ihrer größten Angst. Sie suchen ständig die Nähe ihres Partners. Ihre Unsicherheit wiegt immer schwerer je mehr sie sich und die Liebe ihres Partners in Frage stellen. Woran sie in Wirklichkeit arbeiten müssen ist ihr eigenes Selbstbewusstsein sowie Selbstwertgefühl. Setzt man emotionale Abhängigkeit mit Sucht gleich, so hilft nur ein konsequenter Entzug – Vorausgesetzt der Betroffene ist sich dessen bewusst.

Wenn Liebe erdrückt

Wenn Liebe erdrückt !

Wenn die folgenden Anhaltspunkte auf dich und deine Beziehung zutreffen, läufst du Gefahr emotional abhängig zu werden – wenn du es nicht schon bist:

  • Konflikte führen zu "Dauerstreit" – Du kannst und willst dich nicht zur Wehr zu setzen
  • Im Streit sind „Täter“ und „Opfer“ klar bestimmt – Du nimmst immer die Opferrolle ein
    Unruhe und Nervosität bei Abwesenheit deines Partners
  • Probleme werden tabuisiert – Du suchst Fehler nur bei dir selbst
  • Deine Gedanken schwirren nur um die Beziehung
  • Du klammerst bis deinem Partner die Luft zum Atmen ausgeht


Krankhafte Liebe führt zu zerstörerischer Eifersucht


Ein emotional labiler und abhängiger Mensch ist sehr anfällig auf „digitale“ Eifersucht, die durch soziale Netzwerke wie Whatsapp und Facebook & Co entsteht. Zwanghaftes Kopf-Kino führt zu einem starken Gefühl der Bedrohung und daraus resultierendem Misstrauen sowie Kontrollzwang – „Er treibt sich in Netzwerken rum, weil er mich nicht mehr liebt!“

Besonders schlimm leidet der Liebesabhängige, wenn er zu schwach ist sich auszudrücken. So ist er sogar gezwungen stumm zu leiden – Lass uns im Gespräch daran arbeiten dieser Hilflosigkeit endgültig zu entkommen.

Vorab die drei wichtigsten Regeln bei emotionaler Abhängigkeit:

  • Verlasse dich auf dich selbst – Hole dir deine Lebensqualität zurück  
  • Suche nicht zwanghaft nach Nähe – Niemand steht dir so nah wie du selbst
  • Glück liegt in deinem Inneren verborgen – Lass es frei und teil es mit deinem Partner, statt es von ihm zu erwarten

     

„Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Misslingen hat sein Geheimnis“

Joachim Kaiser, Musikkritiker

In Liebe Anadi

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  • Veröffentlichung: 01.02.2016
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