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...wenn aus einer Affäre Liebe wird

Liebesdreieck

Ein Liebesdreieck ist immer eine emotionale Herausforderung 

Der Valentinstag war für mich jedes Jahr auf‘s Neue eine echte Tortur. Da ich seit vielen Jahren unglücklich verliebt war, konnte ich Herzchen und Blümchen an diesem Tag wirklich nicht viel abgewinnen. Mein Herzensmann war mit einer anderen Frau verheiratet. Wir trafen uns zwar regelmäßig, aber es ging meistens doch nur um Sex. Was auch wirklich schön war. Ich genoss die körperliche Nähe zu meinem Liebsten, doch ich wünschte mir auch mehr emotionale Nähe und eine echte Beziehung. Obwohl er mir immer seine Liebe beteuerte, zweifelte ich daran, ob er seine Frau jemals verlassen würde.

Inzwischen hatte ich mich schon fast daran gewöhnt immer die andere Frau zu sein, die niemals mit ihrem Partner ganz normale Dinge tun würde. Wie einfach mal zusammen auszugehen. Die Feiertage, insbesondere der Valentinstag waren natürlich der Ehefrau vorbehalten – Was sonst?! Aber wenn ich all meine Freundinnen betrachtete wie sie mit ihren Partnern den Tag der Liebenden feierten, fühlte ich mich leer und traurig.

"Schon so oft hatte ich unsere „Beziehung“, wenn man das, was uns verband so nennen konnte, in Frage gestellt. „Wird er seine Frau je verlassen?“ – Ein Gedanke, der mir ständig im Kopf herumschwirrte."

Dabei war ich mir so sicher, dass er mich liebte. Wir waren einfach füreinander bestimmt. Was ihn daran hinderte sich endlich von seiner Frau zu trennen? Die üblichen Dinge. Seine Kinder, das gemeinsame Haus, das soziale Umfeld, seine konservativen Eltern...All diese Zweifel hatten ihre Daseinsberechtigung. Ich kann mir natürlich vorstellen, wie schwer es für ihn sein musste. Auf der einen Seite wünschte er sich sehnlichst endlich offiziell mit mir zusammen sein zu können, während er gleichzeitig mit den Verpflichtungen seines Lebens jonglierte. Für mich war es um einiges einfacher. Da ich keinerlei festen Strukturen unterlag, war ich sozusagen frei für ihn. Doch das ewige Warten war inzwischen zur reinsten Qual für mich geworden.

Endlosschleife Frustration 

Aus dieser Endlosschleife des Verdrängens, Vermissens, natürlich auch Genießens, konnte ich jahrelang nicht ausbrechen. Der Valentinstag rückte näher und wieder verschlang mich der Liebeskummer und die Frustration. Wieder sah ich überall Blumen und Herzen. Meine Freundinnen kauften ihren Herzensmännern Geschenke oder organisierten romantische Kurzreisen. Nur ich würde allein zuhause hocken und mich nach einem Mann sehnen, der den Valentinstag mit einer anderen Frau verbrachte. Eine Vorstellung, die mir den Rest gab. Ich traf eine Entscheidung. Das musste ein Ende haben. Ich habe mehr verdient.

Ich beschloss ihm einen langen Brief zu schreiben

Die andere Frau

Die "andere Frau" hat es in einer Affäre immer am schwersten

Ich legte all meine Liebe, aber auch meine ganze Frustration in diese Seiten. Ich besprühte das Papier mit meinem Parfum und versprach mir selbst ihm den Brief bei unserem nächsten Treffen zuzustecken.

Als wir uns dann zu unserem wöchentlichen gemeinsamen Abendessen trafen – natürlich außerhalb der Stadt, sodass uns niemand Bekanntes über den Weg laufen würde – vergaß ich fast all meine guten Vorsätze. Ich zweifelte daran, ob ich den Mut würde aufbringen können ihm den Brief wirklich zu überlassen. Der Brief würde alles ändern. Egal welchen Ausgang unsere Geschichte nehmen würde, konnte es nicht weitergehen wie bisher.

Als wir anschließend zu mir gefahren waren und uns geliebt hatten, steckte ich den Brief in die Innentasche seines Jacketts. Wir verabschiedeten uns wie gewohnt und er verließ mich, um zu seiner Frau zurückzukehren. Ich fragte mich, ob ihm auf irgendeiner Ebene bewusst war, dass unser Abschiedskuss tatsächlich unser letzter Kuss hätte sein können. Mir brach bei diesem Gedanken das Herz.

Ich war gewohnt zumindest täglich mit ihm zu schreiben. Nun hatte ich seit Tagen nichts von ihm gehört. Ich musste all meine Kraft aufwenden mich damit abzufinden, dass wir uns vielleicht niemals wiedersehen würden.

Und dann war Valentinstag

Ich blieb zuhause, schaltete mein Handy ab und verkroch mich unter einer Decke, als es plötzlich an meiner Tür klopfte. Als ich sie öffnete, überwältigte mich ein Sturm der Gefühle. Er war es tatsächlich – Mein Herzensmann. Er hatte Rosen dabei, sah mich aus seinen warmen Augen an und lächelte mir zu. Vor lauter Freude fiel ich ihm um den Hals und zog ihn in meine Wohnung. Wir küssten uns lange und innig und sprachen die halbe Nacht über alles, was nach dem Brief passiert war.

Seine Frau hatte den Brief beim Waschen entdeckt, noch bevor er selbst von der Existenz des Briefes wusste. Wütend und verletzt konfrontierte sie ihn mit seiner Affäre. Sie brauchten Tage, um die ganze Angelegenheit zu klären. Und dann sagte er mir die Worte, die ich schon so lange von ihm hören musste. Er gestand mir seine Liebe. Mein Brief hat ihm endlich die Augen geöffnet, dass seine unglückliche Ehe ein Ende haben musste und dass er alle Hürden nehmen würde, um endlich mit mir zusammen zu sein.

"An jenem Valentinstag besiegelten wir unsere Liebe mit dem Versprechen, dass uns nichts und niemand je wieder trennen würde."

Das ist nun schon vier Jahre her. Wir sind inzwischen glücklich verheiratet und feiern jeden Valentinstag nicht nur als Tag der Liebenden, sondern als Beginn unserer gemeinsamen Zukunft.

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