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Sehnsucht nach Stille 

"Zwei Jahre braucht der Mensch, um das Sprechen...ein Leben lang, um das Schweigen zu lernen."

Ernest Hemingway 

Schweigen

Schweigen für Ruhe und Gelassenheit 

Im Schweigegelübde stellt sich das Empfinden glücklicher Gelassenheit ein. Schweigen fördert die Achtsamkeit. Das Zeitempfinden härt auf, denn im Schweigegelübde hat man das Gefühl außerhalb der Zeit zu sein. Viele Menschen suchen die Stille, manchmal für Stunden, manchmal sogar für Tage.

Gerade Menschen, die dazu neigen gern zu reden und sehr kommunikativ sind, finden im Schweigen vollkommene Befreiung von ihrem selbstauferlegten Stress. Weil sie sonst in ihrem Leben in Konversationen immer das Gefühl haben dominieren zu müssen, brauchen sie die Stille, um sich selbst auszubremsen.

Heutzutage haben wir Menschen stressige Leben. Dafür sind wir nicht gemacht. Wir haben intuitiv das Bedürfnis Stress zu reduzieren, um mehr Lebensqualität zu gewinnen.

Bei all der Oberflächlichkeit, die uns heute überall begleitet, möchten viele Menschen tiefere mentale Erfahrungen zu machen. Verbal sind sie dabei meist schon längst an ihren Grenzen angelangt. Aus dem Schweigegelübde gehen sie oft als ganz andere Menschen hervor. Sie haben zur Ruhe und Gelassenheit gefunden

Es gibt Phasen, da ist Schweigen ziemlich mühsam  

Selbst wenn man das Schweigen in seinen Alltag integriert hat und vielleicht zwei Mal am Tag für eine kurze Zeit verstummt, ist still sein zu wollen oder zu müssen, manchmal ein schwerer Kampf mit sich selbst. Denn die Zweifel sind allgegenwärtig.

„Würde ich meine Zeit nicht besser nutzen, wenn ich jetzt am Computer säße oder mit dem Smartphone surfen würde?“

Einfach zurücklehnen und die Stille auf sich wirken lassen.  In gewisser Weise ist man in einer anderen Welt. Unsere Realität ist geprägt von so vielen Worten und Gesprächen und das nicht nur von Angesicht zu Angesicht, sondern auch und vor allem durch soziale Medien. Oft wird dort eine Sprache verwendet, die verletzt und sogar gefährlich ist. Hässliche Dinge werden ausgesprochen, die man vielleicht nur wegen der Anonymität, die das Internet bietet, überhaupt sagen würde. So kann es eine Befreiung sondergleichen sein dem einfach einmal einen Riegel vorzuschieben und im Schweigen realen Abstand zu gewinnen.

"Im Schweigen lernt man seine eigenen Gefühle auf eine neue Art kennen. Man versteht die Gefühle plötzlich ganz anders, erkennt ihren Ursprung. Eine beeindruckende Erfahrung."

Ein schweigsamer Ratsuchender 

Sehnsucht nach Schweigsamkeit

Die Sehnsucht nach dem Schweigen scheint auch in jüngeren Generationen ein immer größeres Thema zu werden. Viele Menschen finden Gefallen an der Idee ihre Sprache zu reduzieren – Generell alles in ihrem Leben zu reduzieren. Nicht nur materialistisch, sondern auch mental. Toxische Gedanken und Seelenstörenfriede abzustreifen.

Selbstverständlich hilft ein Aufenthalt in einem Kloster ungemein, wenn es ums Schweigen geht. Schließlich verleitet schon die Atmosphäre eines Klosters wie von selbst schweigsam zu sein und sich auf seine innere Mitte zu fokussieren. Einen besseren Ort zum Schweigen und Meditieren findet man wohl nirgends.

Zuhause selbst zu schweigen gestaltet sich insofern schwierig, als dass man die Disziplin und Durchhaltevermögen aufbringen muss, um wirklich zu schweigen. Jegliche Ablenkung auszublenden ist gerade am Anfang sehr schwer – Für manche Menschen unüberwindbar.

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