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Sehnsucht - für die meisten Menschen etwas Wohlbekanntes


Wer hat wohl noch nie gelitten an unerfüllter Sehnsucht? Wem ist noch nie das Herz so schwer geworden, weil diese sich so unüberwindlich und absolut anfühlte?
Stöbert man in der Literatur, so findet man unendlich viele Gedichte, Zitate und Sprüche, die alle um ein Thema kreisen: Sehnsucht.

Der Geliebte ist nicht hier, er wird auch noch nicht so bald kommen...
Das Kind, in weiter Ferne unterwegs...
Ein Freund, der beste Gesprächspartner, jetzt ist er gestorben…


Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, was einen Menschen sehnsuchtsvoll fühlen lässt.

Doch was ist, wenn der Geliebte wieder an meiner Seite ist?
Das Kind auf dem Weg nach Hause?
Dann ist die Sehnsucht gestillt, das Suchen und das Sehnen haben ein Ende und das Herz läuft über vor Freude.

Unerfüllte Sehnsucht - wie werde ich damit fertig?

Sehnsucht

Sehnsucht

Bei dem verstorbenen Freund jedoch kann die Sehnsucht nie gestillt werden, denn er kommt definitiv nicht wieder in diese Welt, zumindest nicht so, wie er einmal hier an der Seite des Freundes war.

Das ist einer der größten und unerträglichsten Schmerzen.
"Die Sehnsucht nach dem, was es nicht mehr gibt, ist die qualvollste aller Sehnsüchte."
Sehr viele Menschen gehen mit unerfüllten Sehnsüchten durch diese Welt. Viele zerbrechen, sehr viele jedoch wachsen auch daran, tragen dieses Gefühl durch ihr ganzes Leben in ihrem Herzen und verstehen es dennoch, auch glücklich und fröhlich zu sein.
Es ist sicherlich ein längerer Prozess, der mit Vertrauen und Geduld zu tun hat.

 

 

Vertrauen und Geduld - so leicht gesagt und so herausfordernd in der Umsetzung


Vertrauen - wem oder was kann ich denn vertrauen, damit es mir irgendwann wieder besser geht?
Geduld - wie kann ich dieses so überstrapazierte Wort mit Sinn füllen, damit es mir leichter fällt, mit den Energien des Lebens zu gehen und auch die so schmerzvollen Prozesse zu bewältigen?

Ich lerne, Vertrauen zu haben in das Leben, das uns grundsätzlich freundlich gesonnen ist. Lasse ich mich ein auf dieses Leben, akzeptiere ich alles, was es zu bieten hat, kämpfe ich nicht an gegen Unvermeidliches, freue ich mich an den vielen schönen Dingen, dann kann ich Stück für Stück dieses Vertrauen zulassen.

Und was die Geduld betrifft: Zunächst übe ich mich in Geduld mit mir selbst, was auch heißt, sich keinesfalls für die Traurigkeit, die vielen Tränen und das qualvolle Sehnen zu verurteilen, sondern dies ohne Wenn und Aber zu akzeptieren.

Von heute auf morgen lassen sich Geduld und Vertrauen sicherlich nicht erlernen. Wenn die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen oder auch nach einem Zustand so sehr quält, dass alles andere unwichtig erscheint, bedarf es immer wieder einer liebevollen Kurskorrektur, damit ich auf einem Weg gehe, der mich vor Zerstörung bewahrt, mein Inneres wachsen und mich auch all das Schöne und Heitere im Leben wahrnehmen und genießen lässt.

Hier darf ich mir gern Hilfe holen. Hilfe von Freunden oder anderen Menschen, die erlebt haben, wie Sehnsucht einen regelrecht auffressen kann, Menschen, die für mich da sind, weil sie Mitgefühl haben mit meinem Kummer. Diesen Menschen darf ich vertrauen, und sie haben Geduld mit mir und meinem Schmerz.

Die erfüllte Sehnsucht


"Die Sehnsucht lässt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub."
Dies genau ist die andere Seite dieses bittersüßen Gefühls: Trotz des Schmerzes bedeutet es doch auch Leben, Liebe und Lebendigkeit. Und ist die Erfüllung erst einmal da, so kann auch eine merkwürdige Leere entstehen. Wie fülle ich diese Leere? Oder gesellt sich vielleicht bald eine neue Sehnsucht an meine Seite?

Licht am Ende des Tunnels


Wir Menschen begeben uns immer wieder in ein Wechselbad der Gefühle. Aber was wäre das Leben ohne diese? Nur über unsere Gefühle lernen wir, zu erkennen, wer wir eigentlich sind. Und wir dürfen auch das Vertrauen in uns selbst entwickeln, wissen, dass eine tiefe Weisheit uns führt. Und wenn wir es wirklich wollen, dann werden wir es auch mit der Geduld schaffen, was heißt: Geduld haben mit all dem, was uns so widrig erscheint, Geduld haben, wenn es mit dem Vertrauen, dass alles sich auch wieder zum Besseren wandeln wird, noch nicht so gut klappt.

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